Schwarmzeit

In den Monaten Mai und Juni ist die sogenannte “Schwarmzeit”. Kräftige Bienenvölker nutzen den Überfluss an Nektar und Pollen, um sich zu teilen.

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Etwa die Hälfte der Bienen zieht mit der (alten) Königin aus und setzt sich in der Nachbarschaft als “Schwarmtraube” in einen Baum o.ä.. Der Rest der Bienen bleibt in der Bienenkiste und zieht sich eine neue Königin heran.

Wenn Sie den Schwarm wieder einfangen, können Sie eine weitere Bienenkiste in Betrieb nehmen. Wenn Sie den Schwarm nicht selbst benötigen, wird sich jemand anderes sehr darüber freuen – denn es gibt immer eine große Nachfrage nach Bienenschwärmen:

  Schwarmbörse

Wenn der Schwarm unbemerkt das Weite suchen sollte, ist das dennoch kein Problem. Im Blick auf das verbleibende Restvolk in Ihrer Bienenkiste ist das ohnehin unerheblich. Es erhält in jedem Falle eine frische junge Königin und erneuert sich auf diesem Wege selbst. Und es holt den Verlust an Bienen schnell wieder auf und wird voraussichtlich auch noch eine gute Honigernte einbringen. Die mit dem Wechsel der Königin verbundene kurzzeitige Unterbrechung der Bruttätigkeit ist zudem eine natürliche Krankheitsvorsorge.

Eine unerwünschte Folge des Schwarmtriebs kann die Schwächung des eigenen Bienenvolkes durch Nachschwärme sein, so dass die Honigernte schlecht oder ganz ausfällt. Außerdem wird die Kooperationsbereitschaft der Nachbarn auf eine Probe gestellt, wenn es jedes Jahr mehrere Bienenschwärme gibt.

Ausführliche Anleitung

Fragen zum Thema “Schwarmvermehrung”

  • Schwarmunterdrückung
    Konventionelle Imker versuchen den Schwarmtrieb zu unterdrücken. Sie glauben, dass ihre Bienen sonst weniger Honig sammeln. Außerdem ist das Schwarmgeschehen nicht planbar und entzieht sich so ein Stück weit der Kontrolle des Imkers. Der Schwarmtrieb ist aber der Fortpflanzungstrieb des Bienenvolkes und damit von sehr großer Wichtigkeit. Vitalität und Gesundheit sind eng mit dem Schwarmtrieb verknüpft. Das Zulassen des Schwarmtriebs ist zentraler Bestandteil des Bienenkisten-Konzeptes und mitverantwortlich dafür, dass die Bienenhaltung in der Bienenkiste relativ einfach ist und eine hohe Erfolgsquote hat. Eine wirksame Unterdrückung von Schwärmen ist in der Bienenkiste aus grundsätzlichen konstruktions- und konzeptionsbedingten Gründen nicht möglich.
  • Und was mache ich mit dem Schwarm?
    Wenn Sie den Bienenschwarm nicht selbst brauchen, dann gibt es andere Bienenkisten-Anfänger, die einen Schwarm brauchen und dankbar dafür sind. Sie können ganz einfach und unkompliziert den nächstliegenden Abnehmer über die Schwarmbörse finden.
  • Kann ich überhaupt noch im Mai und Juni Urlaub machen?
    Wenn Ihr Bienenvolk noch nicht geschwärmt ist, ist es eine gute Idee, einen befreundeten Bienenkisten-Imker aus der Umgebung zu bitten, bei längerer Abwesenheit im Mai und Juni die Schwarmkontrolle für Sie zu übernehmen und seine Telefonnummer bei den Nachbarn zu hinterlassen. Sie können diese stattdessen auch auf die Schwarmbörse verweisen, über die Ihr Nachbar ggf. problemlos einen Imker anfordern kann, der sich um den Schwarm kümmert.
    Falls niemand da ist bzw. sich kümmern kann, gilt das oben Gesagte: Ein Schwarm, der nicht wieder eingefangen werden kann, sucht sich selbst einen neuen Nistplatz. Da es nur noch wenig geeignete natürliche Nistplätze gibt und Schwärme in der Natur nicht gegen die Varroa-Milbe behandelt werden können, wird er dort wahrscheinlich leider nicht lange überleben können. In Ihrer Bienenkiste verbleibt in jedem Falle das Restvolk mit einer frischen jungen Königin.
  • Wie fängt man einen Bienenschwarm ein?

    Das Einfangen eines Bienenschwarmes ist relativ einfach – sofern er nicht in zu großer Höhe im Baum hängt.

    Ausführliche Anleitung

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