Was man unbedingt wissen muss...

Wie bei jeder Art von Tierhaltung, so braucht man auch bei der Bienenhaltung ein paar Grundkenntnisse und Informationen, ohne die es nicht geht.

was man unbedingt wissen muss!

Bitte lesen Sie sich die folgenden Punkte aufmerksam durch, bevor Sie loslegen!

Voraussetzungen

Was man unbedingt wissen muss...

Kosten

Im Vergleich zu den notwendigen Anschaffungen bei der herkömmlichen Art der Bienenhaltung ist der finanzielle Aufwand bei der Bienenkiste gering. Und vieles kann man sich auch selbst bauen!
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Voraussetzungen und Bedingungen

Die Bienenkiste

Voraussetzungen und Bedingungen

Letzte Bearbeitung: 15.05.2011
© Erhard Maria Klein (alle Rechte vorbehalten)
Quelle: www.bienenkiste.de


Sich seiner Verantwortung bewusst sein

Man muss sich um jedes Leben kümmern, für das man Verantwortung übernommen hat. Das ist bei Bienen nicht anders, als bei Hunden oder Kaninchen.

Auch wenn die Bienen relativ selbständig leben können, sind wir für die richtigen Rahmenbedingungen verantwortlich. Bienen leben außerdem sehr stark mit dem Jahresrhythmus. Die Betreuung muss darauf Rücksicht nehmen. Zu bestimmten Zeiten im Jahr fallen Arbeiten an, die unaufschiebbar sind. » Betreuung...

Bienen bleiben nicht auf dem heimischen Grundstück. Sie fliegen viele Kilometer weit und geraten in Kontakt mit Nachbar-Bienenvölkern. Auf diesem Wege können auch Krankheiten übertragen werden. Es ist daher nicht nur eine Privatsache, dass die eigenen Bienen gut betreut werden.
» was man unbedingt wissen muss...


Lage/Trachtbedingungen

Eine extensive Bienenhaltung kann nur dort gut gelingen, wo es ein ausreichendes Angebot an blühenden Pflanzen über die gesamte Bienensaison gibt. Das ist in der EU in Gegenden mit intensiver Landwirtschaft kaum noch der Fall. Das Konzept der Bienenkiste sieht vor, dass man einmal im Jahr ca. 15 kg Honig erntet und die Bienen dennoch genügend Vorräte für den Winter anlegen können, so dass nicht bzw. nur wenig mit Zucker gefüttert werden muss.

Erprobt und empfohlen ist die Bienenkiste für den urbanen Siedlungsbereich, in dem es eine größere Vielfalt an blühenden Pflanzen gibt, als in einseitig bewirtschafteten landwirtschaftlichen Räumen.

Wir halten intensive einseitige Stoßtrachten wie z.B. überwiegende Raps- und Waldtracht für ungünstig. Ob die Bienenhaltung mit der Bienenkiste in Ihrer Region gut gelingen wird, kann nicht so einfach pauschal beantwortet werden. Sollten Sie sich unsicher sein, ist es gut, im Vorfeld einen benachbarten Imkern um Rat zu fragen. » Bienenkisten-Netzwerk...


Engagement und Begeisterung

Auch wenn die Bienenhaltung mit der Bienenkiste einfacher ist, als konventionelle Betriebsweisen, ist es dennoch – wie bei jeder anderen Art der Tierhaltung – notwendig, sich ernsthaft mit dem Thema zu befassen. Wir versuchen hier, alle wichtigen praktischen Fragen zu beantworten, die man wissen muss, um mit der Bienenkiste erfolgreich zu imkern. Das alleine reicht aber nicht. Sie müssen sich auch mit den theoretischen Grundlagen der Bienenhaltung und der Biologie der Honigbiene befassen. Und jeder hat am Anfang eine gewisse Scheu, mit den Bienen praktisch umzugehen und muss seine eigenen Erfahrungen sammeln um Sicherheit im Umgang mit den Bienen zu gewinnen. Praktische Hilfestellung vor Ort durch einen erfahreneren Imker ist dabei sehr wertvoll. Daher versuchen wir mit dem Bienenkisten-Netzwerk entsprechende lokale Kontakte zu fördern.

Die Bienenhaltung ist ein faszinierendes Hobby, das die meisten Menschen, die damit einmal in Kontakt gekommen sind, schnell begeistert. Diese Begeisterung ist aber auch notwendig, denn erfolgreiche Bienenhaltung erfordert vorausschauendes Planen, Durchhaltevermögen und Sorgfalt.


Lernkurve

Das erste Jahr mit der Bienenkiste ist relativ einfach: Wenn man mit einem kräftigen Schwarm beginnt, kann nur wenig schief gehen. Im ersten Jahr gibt es i.d.R. noch keine Honigernte und das Volk schwärmt auch nicht. So haben Sie zunächst Zeit, sich an Ihren Bienen zu erfreuen und behutsam bei den seltenen notwendigen Eingriffen den Umgang mit den Bienen zu erlernen und sich weiter mit der Theorie zu befassen. Im Jahr darauf wird es dann etwas mehr: die Bienen schwärmen möglicherweise und die erste Honigernte steht an. Nutzen Sie daher das erste Jahr bewußt, um sich das notwendige Hintergrundwissen an zu eignen und den praktischen Umgang mit den Bienen kennen zu lernen, damit Sie Sicherheit für die Arbeiten im Folgejahr gewinnen.

Sie sollten sich aber auf jeden Fall gründlich mit den Informationen auf dieser Website befassen, bevor Sie sich um einen Bienenschwarm bemühen. Sie können nicht automatisch erwarten, dass Ihnen der Imker, von dem Sie die Bienen erhalten, am Anfang behilflich sein wird. Kümmern Sie sich rechtzeitig um Kontakte zu Imkern in der Nachbarschaft bzw. dem lokalen Imkerverein oder anderen Bienenkisten-Imkern, die Ihnen am Anfang mit Rat und Tat zur Seite stehen können.
Beratung & Austausch


Schwärme

Der Schwarmtrieb gehört zu den elementarsten Lebensäußerungen der Bienen. Ihn nicht zu unterdrücken (wie das bei der konventionellen Bienenhaltung der Fall ist), sondern mit dem Schwarmtrieb zu imkern, ist zentrales Konzept der Bienenkiste – denn dadurch wird die Bienenhaltung einfacher und gelingt leichter. Schwarmverhinderung ist eine sehr komplizierte Sache, bei der man gegen die Natur der Bienen arbeitet. Bienen, die die Möglichkeit haben, zu schwärmen, sind dagegen vitaler und weniger krankheitsanfällig.
Wenn Sie mit der Bienenkiste imkern wollen, müssen Sie sich mit dem Gedanken anfreunden, dass Ihre Bienen alle 1-2 Jahre schwärmen werden und sich dabei teilen. Ein konstruktiver Umgang damit ist aber gut möglich: Schwarmzeit...


Bienenstiche

Unsere heutigen Bienenrassen sind relativ sanftmütig und die Bienenkiste ermöglicht es, in das Bienenvolk hineinzuschauen, ohne die Bienen stark zu reizen. Selbst ohne Schutzkleidung muss man nicht befürchten, ständig gestochen zu werden. Es kann aber dennoch gelegentlich mal passieren. Meistens durch einen unachtsamen Handgriff des Imkers. Stellen Sie sich also schon mal emotional darauf ein. Die meisten Imker empfinden das übrigens nicht als besonders schlimm (auch wenn es einen kurzen Moment sehr weh tun kann und manchmal etwas anschwillt), weil sie ja irgendwie letztlich selbst dafür verantwortlich waren...

Bienengift-Allergien sind übrigens sehr selten. Falls Sie aber nicht wissen, ob Sie allergisch auf Bienengift reagieren, sollten Sie das vorsorglich bei Ihrem Hausarzt klären. Wer eine starke Bienengift-Allergie hat, kann bereits an einem Stich sterben, wenn er nicht rasch medizinische Hilfe bekommt!


Unterstützung auf www.bienenkiste.de

Wir bauen diese Website zu einem umfangreichen Wissensportal und einer Community aus. Wir versuchen, hier alle notwendigen Informationen zu liefern und mit dem Bienenkisten-Netzwerk, der Vermittlung von Imkerlotsen und der Schwarmbörse eine lokale Vernetzung zu fördern.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns nicht um die vielen Bienenkisten-Anfänger persönlich kümmern können.

Nutzen Sie unsere Vernetzungs-Angebote! Und wenn es in Ihrer Region noch keinen Imkerlotsen gibt, kann es sehr hilfreich sein, wenn sich Anfänger gegenseitig unterstützen. Gemeinsam geht vieles leichter! Tragen Sie sich also auch als Anfänger im Bienenkisten-Netzwerk ein um anderen Anfängern aus Ihrer Region die Chance zu geben, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.
» Bienenkisten-Netzwerk...