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Die Bienenkiste

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Letzte Bearbeitung: 09.05.2011
© Erhard Maria Klein (alle Rechte vorbehalten)
Quelle: www.bienenkiste.de


Bei der Auswahl des Standortes und der Vorbereitung des Stellplatzes sollten Sie folgende Punkte beachten:

Bienenkiste auf Palette
Bienenkiste auf Palette

  • Die Bienenkiste sollte leicht erhöht stehen – z.B. auf einer alten Euro-Palette oder zwei niedrigen Böcken o.ä. Sie muss einfach nach vorne gekippt werden können (also nicht zu hoch) und sollte aber auch nicht direkt mit dem Boden und der bodennahen Vegetation in Berührung kommen.
  • Die Kiste sollte verhältnismäßig waagerecht stehen und einen stabilen, sicheren Stand haben. Es ist vorteilhaft, wenn sie vorne ein ganz klein wenig (1-2cm) höher steht, als hinten – also ein leichtes Gefälle nach hinten, damit sich die Bienen beim Einlogieren nach vorne (zum höchsten Punkt hin) orientieren.
  • Sie muss nach dem Öffnen immer wieder an exakt der selben Stelle stehen. Eine mit Bienen besetzte Kiste während der Bienensaison kann nicht versetzt werden, da die Bienen sonst nicht mehr nach Hause finden können.
  • Das Flugloch sollte nicht nach Norden oder Westen zeigen. Besser ist eine Orientierung irgendwo zwischen Osten und Süden.
  • Außerdem sollte die Kiste im Laufe des Tages auch ein wenig Sonne abbekommen. Vollschatten ist nicht gut, überhaupt kein Schatten ist aber auch nicht so gut. Starke Zugluft sollte ebenfalls vermieden werden.
  • Bei einer Aufstellung auf dem eigenen Grundstück, Kleingarten o.ä. muss darauf geachtet werden, dass direkt vor dem Flugloch kein Weg vorbei geht. Es ist gut, wenn in wenigen Metern Entfernung Büsche, ein hoher Zaun oder eine Wand die Bienen dazu zwingt, hoch zu fliegen. Bienen fliegen auf relativ geradem Weg und hohem Tempo aus dem Kasten. Wenn sich die Flugbahn mit den Weg von Menschen kreuzt, bleiben versehentliche Zusammenstöße (und daraus resultierende Stiche) nicht aus. Wenn die Bienen aber gezwungen sind, zunächst mal hoch zu fliegen, dann verlaufen ihre Luftstraßen über den Köpfen der Menschen und man bekommt von den Bienen kaum etwas mit.
  • Der unmittelbare Raum vor den Fluglöchern ist außerdem der einzige Ort, wo Bienen auf Störungen empfindlich reagieren und sich u.U. genötigt fühlen, ihr Volk durch einen „Präventivschlag“ zu verteidigen. Wenn die Bienen aber durch ein Hindernis genötigt werden, hoch zu fliegen, dann besteht bereits in wenigen Metern Abstand vom Flugloch keine Belästigung mehr für einen selbst und die Nachbarn.
  • Vor der Bienenkiste wird etwas Platz benötigt, um sie zum Bearbeiten nach vorne kippen zu können.
  • Bienen brauchen Zugang zu Wasser - besonders im Frühjahr und bei großer Hitze. Wenn es keine natürliche Wasserquelle (z.B. Teich) in der Nähe gibt, sollte man eine Bienentränke bauen.

Die ideale Unterkonstruktion/Sockel besteht aus zwei Holzbohlen (Querschnitt mind. 80×80mm) in einer Höhe von ca. 300 mm. Wenn sie den selben Abstand haben, wie die beiden Standleisten (H6), dann kann die Kiste so auf die Bohlen gestellt werden, dass die Standleisten jeweils vor den Holzbohlen der Unterkonstruktion liegen. Wenn man die Kiste dann öffnen will, kann man sie einfach hinten leicht anheben, etwas nach vorne schieben und dann, so bald die Front den Boden berührt, aufrecht stellen.

Unterkonstruktion aus zwei Holzbohlen
Unterkonstruktion aus zwei Holzbohlen